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Erhaltung und Förderung der Selbstbestimmung im Erwachsenenschutz

 

Diese Studie untersucht Praktiken zur Erhaltung und Förderung der Selbstbestimmung im Erwachsenenschutz. Das Projekt wird gut geeignete Praktiken bestimmen und Empfehlungen für Verbesserungen in der Praxis erarbeiten.

Projektbeschrieb (laufendes Forschungsprojekt)

Im Rahmen dieses Projektes werden sowohl historische wie auch gegenwärtige Praktiken im Erwachsenenschutz hinsichtlich ihrer Bedingtheit durch organisatorische Strukturen, organisationale Kulturen sowie rechtliche Bestimmungen untersucht. Das Projekt besteht aus vier ineinandergreifenden Teilen: Im Hauptteil liegt der Fokus auf den Entscheidungsprozessen der Vormundschafts- bzw. Erwachsenenschutzbehörden sowie auf der Führung der Vormundschaften bzw. Beistandschaften. Der zweite Teil umfasst eine rechtliche Analyse der Gesetzesvorschriften seit 1960 auf der Ebene von Bund und drei Kantonen. Weil die Praktiken auch von Fachdiskursen im Bereich des Erwachsenenschutzes und von öffentlichen Diskussionen beeinflusst werden, planen wir im dritten Teil eine historische Diskursanalyse. Im vierten Teil werden die Empfehlungen für die Erhaltung und Förderung der Selbstbestimmung erarbeitet.

Hintergrund

Historisch gesehen sind im Erwachsenenschutz zahlreiche Unterschiede hinsichtlich Organisationsstrukturen, Prozessen, Kulturen und gesetzlichen Vorschriften auszumachen. Auch nach der Reform des Kindes- und Erwachsenenschutzrechts 2013 bestehen viele dieser Unterschiede weiterhin. Deshalb wird das Projekt die Daten ausgewählter Organisationen in drei Kantonen (Zürich, Bern und Aargau) vergleichen.

Ziel

Ziel ist es, Wissen über die Praktiken zur Erhaltung und Förderung der Selbstbestimmung von Klientinnen und Klienten des Erwachsenenschutzes zu erlangen sowie Verbesserungen zu initiieren und zu unterstützen.

Bedeutung

Auf der Grundlage der Identifizierung von "best practices" zur Erhaltung und Förderung der Selbstbestimmung von Klientinnen und Klienten des Erwachsenenschutzes werden wir, gemeinsam mit Praktikern aus diesem Bereich, Empfehlungen formulieren. Zu diesem Zweck sowie für die Weiterentwicklung der Praktiken werden wir im Rahmen des Projektes ein Symposium, Workshops und Weiterbildungskurse durchführen bzw. anbieten. Die Projektergebnisse sollen dabei auch als Basis für Organisationsentwicklungsprozesse dienen.

Originaltitel

Preserving and Encouraging Self-Determination in Adult Protection

Projektverantwortliche

Prof. Dr. Roland Becker-Lenz, Institut für Professionsforschung und -entwicklung, Fachhochschule Nordwestschweiz, Hochschule für Soziale Arbeit, Olten

 

 

Weitere Informationen zu diesem Inhalt

 Kontakt

Prof. Dr. Roland Becker-Lenz Institut für Professionsforschung und -entwicklung, Fachhochschule Nordwestschweiz, Hochschule für Soziale Arbeit Riggenbachstrasse 16 4600 Olten 062 957 21 24 roland.becker@fhnw.ch